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Ein Unkraut als starkes Heilkraut: Der Storchschnabel - Exkurs Zecken & Borreliose

Aktualisiert: 28. März 2022


Bild von Storchenschnabel, ein Unkraut, was gut gegen Insektengifte wirkt
Storchschnabel


Dieses Unkraut ist tatsächlich ziemlich unscheinbar, der Storchschnabel oder Ruprechtskraut.


Vielleicht sind dir diese blass lila-farbene bis rosa-roten kleinen Blüten schon mal aufgefallen oder die je nach Jahreszeit richtig roten gezackten Blätter.


Der Storchschnabel gehört zu den Geranien und mancher kennt ihn aufgrund seines würzigen Geruchs, weswegen er als stinkend bezeichnet wird - eine Beleidigung, v.a. wenn man sich anguckt, was diese Pflanze uns alles Gutes tun kann...


Storchschnabel hat eine ziehende, reinigende und entgiftende Wirkung: Entgiftung insbesondere im Bezug auf Gifte, die unvermittelt und durch Fremdeinwirkung in den Körper gelangen (wie z.B. Insektengifte, auch nach einem Mückenstich).


Wenn man den Begriff "Gift" weiter fasst, können auf psychischer Ebene ein akuter Schock oder traumatische Erlebnisse wie ein unerwarteter schwerer Verlust ähnlich giftig wirken und gut mit dem Storchschnabel begleitet und behandelt werden.


Er hilft auch wunderbar bei der Behandlung von Blockaden infolge lange zurück liegender Schockzustände und Traumen.


Storchschnabel wirkt spezifisch aktivierend auf den Lymphfluss und entgiftet somit die Lymphe.


Gute Indikationen sind ebenfalls Lymphknotenschwellungen und entzündliche Erkrankungen der Haut und Schleimhäute.


Ich nutze ihn zur Borreliose-Prophylaxe nach Zeckenbissen und begleitend in der Borreliose-Therapie.


Einige Tropfen des Pflanzenauszugs in einer Schale Wasser sollen die Atmosphäre reinigen.


Am besten beginnt man die Behandlung einschleichend. Gut ist die Anwendung im Intervall. Ich verwende die Urtinktur. Dazu gebe ich 3 - 5 Tropfen in ein kleines Glas Wasser.


Während der Zeckensaison im Frühling dient der Storchschnabel als gute natürliche Zeckenprophylaxe, die wenigstens das eine oder andere von den Spinnentieren fern hält - oder zumindest diejenigen, die Borrelien tragen. Sogar unser Hund bekommt während der Zeckenzeit täglich ein paar Tropfen in seinen Fressnapf getropft. Sollte ich eine Zecke entdecken, betupfe ich die Stelle nach dem Entfernen mit der Urtinktur und dosiere die Urtinktur für 10 Tage höher.


Ein kleiner Exkurs noch zum Thema Zecken und Borreliose:


Je nach der Region, in der du lebst, ist das Risiko einer Zecke, die Borrelien in sich trägt, zu begegnen, unterschiedlich hoch. Glücklicherweise ist eine Infektion mit Borrelien überhaupt nicht gleichbedeutend mit einer Erkrankung: Schätzungsweise 75 % der Infektionen verlaufen ohne Symptome, was wir der stillen Arbeit unseres Immunsystems zu verdanken haben. Das Risiko zur Entwicklung einer Borreliose liegt nach Stich einer Borrelien-tragenden Zecke bei 1 - 3 % - das ist ziemlich beruhigend finde ich!


Die Zecke kann ohne Vorbehandlung mit einer Zeckenkarte oder geeigneten Pinzette herausgezogen werden - ein alter Dermatologen-Spruch an dieser Stelle: "Zecken haben kein Gewinde."


Da Borrelien nicht sofort mit dem Zeckenstich übertragen werden, ist man bei einem frühen Entdecken der Zecke (unter 12 Stunden) relativ sicher geschützt. Anders bei der FSME - einer Infektion, die durch Viren hervorgerufen wird. Hierfür gibt es im Gegensatz zur Borreliose eine Impfung und eine ebenfalls regional sehr unterschiedliche Verteilung, jedoch kommt es schneller zu einer Übertragung der entsprechenden Erreger.


Tritt leider doch eine Borreliose ein, so kommt es im Frühstadium am häufigsten zu einer lokalisierten Hautrötung, der sog. Wanderröte oder dem Erythema migrans. Damit kannst du dich, selbst wenn du dich nicht an einen Zeckenstich erinnerst oder gerade überhaupt keine Zeckensaison ist, an einen Arzt (Hausarzt oder Hautarzt) wenden.


Eine Blutabnahme ist bei klinisch eindeutigem Befund eigentlich gar nicht mehr nötig, wird aber meist durchgeführt. Sie ist v.a. bei unspezifischen Rötungen sinnvoll und so konnte ich schon einige frische Borreliose-Infektionen herausfischen. Eine Untersuchung der Zecke macht übrigens im Allgemeinen keinen Sinn.


Ein positiver Blutbefund kann auch nach der Therapie fortbestehen und bedeutet nicht, dass man länger behandeln muss wenn die Symptome verschwunden sind.

Der beste Zeckenschutz sind immer noch Repellents, lange Kleidung und sich nach dem Aufenthalt im Freien abzusuchen.

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